Betreute Intelligenz Meetup | Ausgabe 2 ist durch – und wir sind umgezogen

Teilnehmende des KI-Meetups Betreute Intelligenz, Ausgabe 2, an der FernUniversität in Hagen

Die erste Ausgabe lief in unserem eigenen HQ an der Fahrenbecke. Für die zweite sind wir an die FernUniversität in Hagen gewechselt, Gebäude 5, Raum C112. Gehostet hat uns das Start-up Center der FernUni. Dafür erst mal ein ehrliches Dankeschön. Es ist ein Unterschied, ob du ein Meetup in den eigenen vier Wänden machst oder ob dir jemand die Tür zu einem Campus aufhält, auf dem sowieso schon an genau diesen Themen gearbeitet wird. Leute, die vorher nie bei uns in der Agentur vorbeigekommen wären, standen plötzlich im Raum.

Raum C112 an der FernUniversität in Hagen
Ausgabe 2 lief an der FernUni Hagen, Gebäude 5, Raum C112.

Was passiert ist

19:07 Uhr, wie immer. Neun Leute, ein Beamer, offene Konsole. Newsflash im Doppelpack. Wie immer haben Moritz Pietzschke und Marcel die Nachrichtenlage der letzten Wochen zusammen durchgegangen – eine Perspektive aus der Anwendung, eine aus der Infrastruktur. Auf der Leinwand standen keine Marketing-Charts, sondern Zahlen und Fundstellen.

Newsflash im Doppelpack
Newsflash im Doppelpack: Moritz Pietzschke und Marcel Colley.

Session 1: „Zukunftsfähig oder raus.“ Marcel hat gezeigt, wie wir unsere eigene Agentur gerade auf KI umbauen. Welche Werkzeuge im Einsatz sind, was davon sich rechnet, was wir wieder rausgeworfen haben. Über den Schwerpunkt hatte vorher das Publikum abgestimmt.

Session 2: „Vom Klicken zum Beauftragen.“ Alexander Wrobel hat am Beispiel der Newsletter-Erstellung durchgespielt, wie sich ein Tool per Sprache statt per Klickstrecke bedienen lässt: Claude redet über MCP direkt mit Brevo, die KI bereitet vor, der Mensch gibt frei. Kein Video, keine Slides – der echte Ablauf, inklusive der Stellen, an denen es hakt.

Danach offenes Ende. Der beste Teil, wie üblich.

Die Gruppe von Ausgabe 2
Acht von neun – der neunte stand hinter der Kamera.

Wohin das wächst: das ICH

Ausgabe 3 findet wieder an der FernUni statt. Und wenn wir weiter wachsen, haben wir schon ein Ziel vor Augen, das ein paar Hundert Meter entfernt liegt.

Kennst du das ICH? Die wenigsten hier in der Region kennen es, und das ist schade. ICH steht für Immersive Collaboration Hub, gehört zum Zentrum für Lernen und Innovation der FernUni und sitzt in Gebäude 6, zu erreichen über die Universitätsbibliothek an der Universitätsstraße 23.

Was da drin steht, klingt nicht nach Seminarraum:

  • eine Open Experience Area für Gruppenarbeit
  • ein Tracking- und Experimentierraum für VR- und AR-Forschung mit Bewegungsanalyse
  • ein Content Creation Lab mit Photogrammetrie-Scannern und 3D-Druck
  • ein Control Room, von dem aus die Experimentierräume gesteuert werden
  • eine Lounge mit 3D-Projection Wall

Dazu Meta Quest 3, ein Holographic Human Display, ein Full Body Scanner und Eye-Tracking mit Tobii Pro Glasses. Unternehmen können den Hub für Prototyping, Usability-Tests oder Schulungen buchen, und wer einfach nur gucken will, geht zum OpenHub-Day.

Ein Meetup, das „live an der Konsole“ als Versprechen führt, gehört irgendwann in genau so einen Raum. Der Haken: dafür müssen wir größer werden.

Also, ganz unverblümt: macht Werbung. Schick diesen Beitrag weiter, bring beim nächsten Mal jemanden mit, poste den Termin in deinem Slack. Wenn der Seminarraum zu klein wird, wechseln wir – und dann sitzen wir zwischen VR-Brillen und einer 3D-Wand statt vor einer Leinwand.

Ausgabe 3: Mittwoch, 4. November, 19:07 Uhr

Gleicher Ort, gleiche Uhrzeit, gleiche Regel: keine Folienschlacht. Neu ist der Wochentag.

Die ersten beiden Ausgaben liefen montags. Ausgabe 3 liegt auf einem Mittwoch, und das ist ein Test. Unsere Runde ist noch klein genug, dass wir so etwas einfach ausprobieren können, statt es totzudiskutieren. Am Abend selbst fragen wir ab, welcher Tag euch besser passt – und danach legen wir fest. Wenn dich der Montag bisher rausgehalten hat: genau deshalb.

Newsflash machen wieder Moritz und Marcel im Doppelpack.

Session 1: Martin Niebius, HYteach. Und das ist der Fall, auf den wir uns am meisten freuen, weil er mit „KI-Unternehmen“ nichts zu tun hat.

Martin ist Fachkrankenpfleger für Krankenhaushygiene aus Witten. Er schult im Jahr über 1000 Menschen, hat seit 2017 mehr als 130 Aufträge an über 40 Einsatzorten betreut – und null Tage IT-Ausbildung. Vor knapp einem Jahr hat er angefangen, mit KI zu arbeiten. Sein eigener Titel für den Vortrag: „Zehn Monate KI – vom Chatfenster zum Arbeitssystem.“

Sein Zwischenstand liest sich so: sieben Monate Grundlagen, drei Monate Umbruch. Aus Einzeldokumenten je Praxis ist eine Kapitelbibliothek geworden – 53 Kapitel über acht Themenblöcke, dazu ein Satz Regeldateien für Sprache, Quellen und Freigabe. Der Satz, der das zusammenfasst: der Kundenplan wird nicht mehr gepflegt, er wird erzeugt.

Der spannendere Teil ist aber, wie er verhindert, dass dabei Unsinn rauskommt. Denn er arbeitet in einem Feld, in dem eine erfundene Quelle echten Schaden anrichtet. Sein Verfahren: jede Aussage gegen die Primärquelle prüfen statt gegen das Modellwissen, jedes fertige Kapitel durch eine Zweitprüfung mit einem anderen Modell schicken, alles nicht Belegbare protokollieren und draußen lassen, bis es belegt ist. Und wenn ein Fehler zum zweiten Mal auftritt, ändert er nicht das Kapitel, sondern die Regel.

Dazu die Frage, die in jedem Unternehmen irgendwann auf den Tisch kommt: wer entscheidet eigentlich was? Bei ihm entscheidet die KI über interne Struktur, Register und Zwischenschritte. Freigeben muss er die fachliche Richtigkeit jedes Kapitels, jede Festlegung ohne Quelle und alles, was das Haus verlässt.

Er wird auch über die Bruchstellen reden, und das ist uns wichtig: überzeugt falsch beantwortete Fragen, tagelange Fehlersuche an der falschen Stelle, fremde Fachdokumente, die als Textquelle taugen sollten und es nicht tun.

Wenn du dich fragst, ob KI in deinem Fachbereich etwas taugt, obwohl du kein Entwickler bist: das ist der Abend dafür.

Session 2 ist noch frei. Genau ein Platz. Ein bis zwei Sätze zu deinem Use-Case reichen, den Rest klären wir persönlich. Kein Bewerbungsverfahren, kein Exposé. Die Bühne rotiert bei uns bewusst – fest ist nur der Ablauf, nicht die Person davor.

Praktisches

  • Wann: Mittwoch, 4. November 2026, 19:07 Uhr, rund 120 Minuten, offenes Ende
  • Wo: FernUniversität in Hagen, Gebäude 5, Raum C112, Universitätsstraße 27
  • Zugang: Die Campus-Gebäude sind nur bis 18 Uhr öffentlich zugänglich. Treffpunkt 19:00 Uhr an der Mensa, Gebäude 4, oder später vor Gebäude 5 vom Innenhof her
  • Kosten: keine
  • Für wen: Mittelstand, Entscheider, Leute aus IT und Marketing. Vorwissen brauchst du keins
  • Zum ersten Mal dabei? Häufige Fragen

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